»Anne Marie die Schönheit«. Foto: Mariann Menke
Termine und Infos Bemer Shakespeare Company Mai 2025
Termine und Infos #Bemer #Shakespeare #Company Mai 2025
Bremen, 4. April 2025
»Schwanengesang«, Tragikomödie nach einer Erzählung von Anton #Tschechow
Der alte Provinzschauspieler Svetlovidov ist nach der Vorstellung betrunken seiner Garderobe eingeschlafen. Nun irrt er nachts über die leere Bühne. Zu ihm gesellt sich der junge Souffleur Ivanyc, der kein Zuhause hat und immer im Theater übernachtet. Mit ihm resümiert der alte Schauspieler sein Leben – ein eher triste Lebensbilanz. Er denkt laut über die großen Rollen der Weltliteratur nach und macht den jungen Ivanyc, der in seiner prekären Situation gefangen ist, zum Spielpartner in der Not.
Mit der Zeit verwandelt sich das Spiel zwischen dem alten Svetlovidov und Ivanyc in ein konfliktbesetztes Vater und Sohn Verhältnis um. Die Autorität des »Vaters« Svetlovidov bröckelt angesichts des Missverstehens und der gegenseitigen Ablehnung und Enttäuschung. Die Zeit des Alten scheint unwiederbringlich zu Ende zu gehen, so dass der Junge seinen Platz einnehmen kann. Ivanyc ergreift seine Chance mit den Mitteln des Theaters!
Freitag, 2. Mai 2025, 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz, Samstag, 10. Mai 2025, 19.30 Uhr, #Theater am #Leibnizplatz, Text und Regie Thomas Weber Schallauer, Bühne und Kostüme Heike Neugebauer, mit Erik Roßbander, Ilja Roßbander
»Viel Lärm um Nichts« von William Shakespeare
»Viel Lärm um nichts« entführt das Publikum in das idyllische Messina. Hier leben der Herzog Leonato mit seiner Tochter Hero und seiner Nichte Beatrice. Wobei die Idylle bei näherem Blick trügt. Nachdem Don Pedro mit seinem Heer und seinen zwei Kriegshelden Claudio und Benedick nach erfolgreicher Schlacht in Messina einzieht, um erneut Kräfte zu sammeln, entfaltet sich ein regelrechtes Liebeschaos, in dem keiner mehr weiß, wer wem trauen kann und warum man wen eigentlich liebt. Die Voraussetzung hierfür: Ein Maskenball. Keiner erkennt den anderen und es ist ein Heidenspaß für das Publikum dabei zuzusehen, wie die schöne Hero und Claudio verkuppelt werden sollen. Weniger spaßig ist allerdings die Intrige, die der missgünstige Bruder Don John spinnt, um Claudio und Hero auseinanderzubringen: er verleumdet Hero und lässt die Hochzeit der beiden skandalös scheitern. Zum Glück deckt eine Truppe engagierter und höchst komischer Ordnungshüter die Ränke auf. Einige von Shakespeares herausragendsten Dialogen voll spitzfindiger Gemeinheiten und schlagfertiger Repliken finden sich im Hassliebe Geplänkel zwischen Benedict und Beatrice.
Jegliche Liebe entsteht nicht in Zweisamkeit, sondern immer vor den Blicken der anderen und eingefädelt durch Hörensagen und Gerüchte. Was für eine Rolle spielt die Öffentlichkeit und Gesellschaft für unsere Liebesbeziehungen?
Samstag, 3. Mai 2025, 19.30 Uhr, #Theater am Leibnizplatz, mit Einführung 30 Minuten vor Beginn, Übersetzung Maik Hamburger, Regie Maja Delinic, Bühne und Kostüme Heike Neugebauer, Rike Schimitschek, #Musik Clemens Gutjahr, Regieassistenz Lina Roeseler, mit Simon Elias, Michael Meyer, Sofie Miller, Norhild Reinicke, Richter, Petra Janina Schultz, Markus Seuß
»Ein Sommernachtstraum« von William Shakespeare in einer »Pocket« Fassung für 4 Schauspieler
Das Drama um die 4 Liebenden, die im nächtlichen Wald von dem zerstrittenen Elfenkönigspaar ins »Bockshorn« gejagt werden zählt eindeutig zu Shakespeares stärksten Stücken. Mit nur ein paar einfachen Requisiten aus einem Koffer, aus ein paar Kisten auf der Bühne werfen sich vier Schauspieler:innen in rasant wendige Wechsel der Figuren und Spielsituationen.
Mittwoch, 7. Mai 2025, 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz, mit Einführung 30 Minuten vor Beginn, Spielfassung Patricia Benecke, Simon Elias, Regie Patricia Benecke, Bühne und Kostüme Rike Schimitschek. Musik. Simon Slater. Mit. Svea Auerbach, Simon Elias, Tim Lee, Magdalena Julia Simmel
»A Midsummer Night’s Dream« by William Shakespeare in a version for four actors
The drama about the four young lovers, who are messed about by the quarrelsome fairy king and queen, is undoubtedly one of Shakespeare’s strongest and most beloved plays. Just four actors bring A Midsummer Night’s Dream to life in a fresh way—out of a hat, or rather, out of a suitcase. With minimal props and costume pieces, the quartet embraces the motto «low on materials, high on imagination,« swiftly switching between characters and scenes. They draw the audience into Shakespeare’s midsummer worlds of light and shadow, where humor and dreams magically merge.
Donnerstag, 8. Mai 2025, 10 Uhr, Theater am Leibnizplatz, Text Patricia Benecke, Simon Elias, Director Patricia Benecke, Stage Design and Costumes Rike Schimitschek, Music Simon Slater, featuring Svea Auerbach, Simon Elias, Tim Lee, Magdalena Julia Simmel
»#Macbeth« von William Shakespeare. Aufführung in original Shakespeare Englisch
In »Macbeth«, Shakespeares kürzestem Stück, überschlagen sich die Ereignisse und reißen Macbeth mit sich fort, so dass er sie nicht mehr kontrollieren kann.
Nach einer blutig gewonnenen Schlacht treffen die beiden Feldherren Macbeth und Banquo auf drei hexenhafte Wesen, »weird sisters«, die ihnen Großes prophezeien. Macbeth soll König werden und Banquo ein Geschlecht von Königen begründen. Macbeth beschleunigt die Weissagung, indem er zusammen mit seiner ehrgeizigen Frau, Lady Macbeth, den König ermordet und den Verdacht von sich ablenkt. Er wird tatsächlich zum König gekrönt, doch mit dem Mord ziehen auch Angst und Misstrauen in sein Herz ein. Um Verdacht und Mitwisser zu beseitigen, muss er immer weiter morden. Er ist gefangen ist einem unendlichen Kreislauf aus Mord, Angst und Tod, angetrieben von seinen eigenen fehlgeleiteten Entscheidungen. Verzweifelt versucht er sein Schicksal zu beherrschen, doch er kann diesen zerstörerischen Pfad nicht mehr verlassen – er ist dem Untergang geweiht. Am Ende verzweifelt er an sich selbst.
Die atmosphärische Inszenierung fasziniert durch eine straffe Erzählweise, starkes Schauspiel und Sound und Lichteffekte.
Donnerstag, 8. Mai 2025, 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz, Regie Guy Roberts, Bühne und Kostüme Heike Neugebauer, Rike Schimitschek, Musik Patrick Neil Doyle, mit Svea Auerbach, Simon Elias, Linnea George, Tim Lee, Erik Roßbander
»Medea« von Euripides
Mit dem Namen »#Medea« verbindet sich vor allem anderen der Mord einer Mutter an ihren eigenen Kindern. Das Bild ist so stark, dass es fast alle anderen Assoziationen auslöscht. Die Haupterzählung des Stückes gehört jedoch Medeas Ringen um Gerechtigkeit, ihrer Trauer und ihrem unbeugsamen Stolz. Sie ist weder blutrünstig noch leichtfertig in ihrer Entscheidung für ihre grausame Tat, ihre Kinder zu töten. Die Geschichte ihrer Herkunft, ihrer Liebe zu Jason, ihres Verrats an ihrem Vater und der gemeinsamen Flucht auf der Argo nach Korinth und auch die Geburt ihrer Kinder und ihrer jahrelangen glücklichen Verbindung mit Jason ist bereits geschehen, als das Drama beginnt. In Korinth verliebt sich Jason in die Tochter des dortigen Königs, wobei ihm Medea im Wege steht und er sie verstößt. Sie soll das Land samt den gemeinsamen Kindern von heute auf morgen verlassen, da der König befürchtet, sie könnte sich dafür rächen, dass Jason sie für die Königstochter verrät. Es gelingt ihr, einen weiteren Tag im Land bleiben zu dürfen, und diesen Tag nutzt sie für ihre Rache.
Medea ist ein Stück über eine Fremde, die nie wieder an einem Ort wirklich ankommt, nachdem sie die eigene Heimat verlassen hat. Ein Stück über die Sehnsucht, einen Ort »zu Hause« nennen zu können und über die Angst, wenn das eigene »zu Hause« bedroht wird. Auf zeitlose Weise geht es darum, was von uns bleibt, wenn wir nicht mehr leben, und dass die bloße Existenz unserer Kinder uns versichert, dass wir zumindest in der Erinnerung weiterleben.
In den Bremer Aufführungen wirkt ein Chor aus engagierten Amateuren mit. Die Theatergruppe wurde aus der Idee geboren, die coronabedingt verordnete Distanz zwischen Theater und Publikum zu überwinden.
Freitag, 9. Mai 2025, 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz, mit Einführung 30 Minuten vor Beginn, Text und Regie Petra Janina Schultz, Bühne und Kostüme Rike Schimitschek, Choreographie Leila Bakhtali, mit Svea Auerbach, Michael Meyer, Ulrike Knospe, Markus Seuß, Chor Michael Csont, Karin Dörpmund, Fabi Heuermann, Anja Hölscher, Larissa Kroll, Sandra Luther, Julia Odermatt, Bettina Renken, Nastja Roeseler, Pia Schreiber, Steph Seumer, Melanie Tröster, Dine Urbons, Doris Wind
»#Orlando« von Virginia Woolf in der Textfassung von Sarah Ruhl in Deutscher Erstaufführung
In ihrem Roman schickt Virginia Woolf ihre Titelfigur »Orlando« auf eine fantastische, 300 jährige Lebensreise durch unterschiedliche Zeiten und Genderrollen. Seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1928 hat dieser Roman Generationen von Leser:innen fasziniert und inspiriert, besonders Menschen, die sich keinem der für sie vorgesehenen sozialen und sexuellen Rollenmodelle wiederfanden. »Orlando« spielt die Möglichkeit durch, spielerisch oder existenziell ein anderes Lebensmodell zu erproben. Die Titelfigur Orlando wird im 16. Jahrhundert als Mann, Spross eines alten Adelsgeschlechts, geboren. Er wird zum Günstling Elisabeth I. bis er sich unglücklich in eine russische Prinzessin verliebt und gegen die Hofetikette verstößt. Er verwandelt sich im 18. Jahrhundert, während er als Gesandter in Konstantinopel lebt, in eine Frau und lernt mit Mühe und Amüsement die Bequemlichkeiten, aber auch Zwänge der neuen Geschlechterrolle kennen. Im 19. Jahrhundert begehrt sie die immer restriktiveren Rollenvorstellungen auf und registriert verwundert den enger werdenden Gefühls und Aktionsradius des gesellschaftlichen Umgangs. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts erleben wir sie als eine Frau, die in ihrer Zeit lebt, einer Zeit, in der sich die Menschen durch gesteigerte Mobilität und vielfältigen Konsum voneinander entfremden, aber sich hinter der der bisher ungekannten individuellen Freiheit auch der Zwang, bzw. die Verführung zur Konformität verbergen. Eine mehr als 300 jährige Lebensreise durch Epochen und Gender, die gesellschaftliche Konventionen und die Dimension von Zeit in Frage stellt und die Literatur und Imagination als Lebenskonstante feiert. Der brasilianische Regisseur und Performance Künstler und das Ensemble zeigen in der Inszenierung hervorragendes Schauspiel, ein wandelbares Bühnenbild und opulente Kostüme im Zusammenspiel. Das choreografierte Spiel des »Chores« spiegelt den ironischen Unterton der Romanerzählung, zudem schlüpfen die vier Spieler immer wieder in die Einzelrollen der jeweiligen Weggefährten Orlandos in den unterschiedlichen Epochen. Der Soundtrack präsentiert musikalische Ikonen und subkulturelle Einflüsse.
Freitag, 16. Mai 2025, 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz, mit Einführung 30 Minuten vor Beginn, Text Sarah Ruhl, Übersetzung Evelyn und Rainer Iwersen, Regie Rodrigo Garcia Alves, Bühne und Kostüme Heike Neugebauer, Musik und Sounddesign Konstantin von Sichart, Bewegungstrainerin Mab Cardoso, mit Simon Elias, Tim Lee, Michael Meyer, Magdalena Julia SimmelSofie Alice Miller, Erik Roßbander, Kathrin Steinweg
»Anne Marie die Schönheit« von Yasmina Reza
Anne Marie ist eine alte Schauspielerin, aber keine, die als »Star« oder gar «Diva« gefeiert wurde. Jetzt am Ende ihrer Karriere und vielleicht auch bald am Ende ihres Lebens erinnert sie sich, wie ihr in der Provinzstadt, in der sie aufwuchs, das Theater die Tür zu einer Welt aufstieß, in der Träume von einem anderen Leben möglich waren. Dass nicht sie es war, die die großen Rollen auf den vielbeachteten Bühnen spielte, hat sie nicht bitter gemacht und dass auch die begehrtesten Männer immer andere bekamen, erfüllt sie nicht mit Enttäuschung. Sie nimmt es ihren Träumen nicht übel, dass sie sich nicht erfüllt haben. Anne Marie hat geheiratet und hat einen mittlerweile erwachsenen Sohn, der ihr aber fremd ist, nur bei Theaterleuten empfindet sie einen Gleichklang des Lebensgefühls. Ihr schonungsloser, aber humorvoller Blick ist auch die Bestandsaufnahme einer untergehenden Ära, in der das Theater noch ein zentraler Austragungsort gesellschaftlicher Auseinandersetzungen und der Spiegel des intellektuellen und politischen Diskurses war.
Es war Yasmina Rezas ausdrücklicher Wunsch, dass Anne Marie von einem Mann gespielt werden soll. In diesem Monolog legt die gefeierte Autorin wieder den Finger in die Wunde zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Schein und Sein, Wollen und Können. In der Lebensbilanz einer Theaterkünstlerin mischen sich melancholische und hochkomische Momente, die Peter Lüchinger, dem Ensemblemitglied der (beinahe) ersten Company Stunde, wie auf den Leib geschrieben sind.
Sonntag, 18. Mai 2025, 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz, Übersetzung Frank Heibert, Hinrich Schmidt Henkel, Regie Stefan Otteni, Bühne und Kostüme Rike Schimitschek, Regieassistenz Linus Wirth, mit Peter Lüchinger
»Love Love Love« von Mike Bartlett
3 Epochen, 2 Generationen, 1 Familiendrama. Im Summer of Love 1967 brennt die Luft vor Erwartung – etwas wird passieren, die Welt wird sich ändern und Kenneth und Sandra wollen dabei sein! Doch was wird aus ihren Erwartungen und Träumen im Laufe der Jahre?
Rund 20 Jahre, in den die neoliberalen 80er und 90er Jahren, stecken Ken und Sarah in stressigen Jobs fest, nach zuviel Alkohol und außerehelichen Affären ist ihre Liebe in Egoismus und Langeweile angekommen und ihre Teenagerkinder leben in ihrer eigenen Hölle von Leistungsdruck und Vernachlässigung. Doch die Welt dreht sich weiter und noch einmal 20 Jahre später bekommt das Lebensprinzip von Love Love Love für Kenneth und Sandra wieder neue Aktualität. Für sie scheint sich der Kreis zu schließen, doch wie leben und wovon träumen ihre mittlerweile erwachsenen Kinder?
Werden sie die Welt, wie damals ihre Eltern, mit einer neuen Utopie umformen oder sind sie längst unter die Räder der Zeitläufte geraten? Ein Stück über Lebensgefühle im Wandel und die Konstante, dass das Private auch stets politisch ist.
Sonntag, 25. Mai 2025, 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz, Übersetzung Lorenz Langenegger, Regie Patricia Benecke, Bühne und Kostüme Heike Neugebauer, mit Svea Auerbach, Simon Elias, Petra Janina Schultz, Markus Seuß
»Ich wollte mein Recht«
Über 40 Jahre lang staatenlos – die Ausbürgerung der Bremerin Wilma Szwajka. Die 22. szenische #Lesung der Reihe »Aus den Akten auf die Bühne«.
Am 4. Juni 1949, zwei Wochen nach Inkrafttreten des Grundgesetzes, heiratet die Bremerin Wilma Helmers den ehemaligen Zwangsarbeiter Oleksa Szwajka, der 1942 mit 19 Jahren von den Nazis aus Galizien nach Bremen verschleppt wurde und schwer lungenkrank überlebt hat. 6 Wochen nach der Hochzeit entziehen Bremer Behörden Wilma Szwajka aufgrund eines Reichs und Staatsangehörigkeitsgesetzes von 1913 die deutsche Staatsangehörigkeit. Über 40 Jahre muss die Familie (Oleksa, Wilma und ihre drei Kinder) staatenlos leben. Regelmäßig muss sie zur #Ausländerpolizei, um ihre Aufenthaltsgenehmigung zu verlängern und bestätigen zu lassen, dass »das Leben der Frau B. keinen Anlaß zu Beschwerden« gibt.
Erst 1986 erklärt sich ein Anwalt bereit, sie zu vertreten: der 31 Jahre alte Bernhard Docke aus der Kanzlei Heinrich Hannover. 1991 entscheidet das Verwaltungsgericht endlich, dass Wilma Szwajka ihre deutsche Staatsangehörigkeit nie verloren habe. 1993 übergibt Bürgermeister Wedemeier Oleksa Szwajka die Einbürgerungsurkunde und bittet im Namen Bremens um Entschuldigung für erlittenes Unrecht.
Montag, 19. Mai 2025, 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz, Kooperation mit der #Universität #Bremen, Konzeption Dr. Eva Schöck Quinteros, Einrichtung Text und Szene Peter Lüchinger, mit Peter Lüchinger, Petra Janina Schultz, N. N.
»Só un Solo«, »Nothing is real?«
Jedes 2. Jahr veranstaltet der Verein »realtime – forum neue #musik« ein Festival für Neue Musik in Bremen. In diesem Jahr ist Spanien das Gastland des Festivals, das sich um das Thema »Wirklichkeit – Illusion – Vision« dreht. Das Doppelkonzert eröffnet das fünftägige Festival.
»Só un Solo«
Was macht das moderne Leben aus? Wie viele Dinge sammeln sich eigentlich in unserem Alltag an? Und wieso ertragen wir den Lärm der Welt? Mario Cortizo liefert in seiner Solo Performance Antworten – auf eine witzige, ungewöhnliche und musikalische Art. Alltägliche Gegenstände wie Fön, Bratpfanne oder Bügeleisen werden in seinen Händen zu Musikinstrumenten und kommunizieren mit Marimba und Perkussion. Doch das ist noch nicht alles: Cortizo philosophiert über das Chaos unserer Welt, redet direkt mit den Gegenständen und nimmt das Publikum mit auf eine Reise voller überraschender Einsichten und Sounds.
Zu welcher Erkenntnis er auf der Bühne und gemeinsam mit dem Publikum gelangt, zeigt sich nach spannenden fünfundvierzig Minuten, für die der Musiker 2023 den Galizischen Musikpreis bekam.
Mario Cortizo, Perkussion, Elektronik, Text, un Kooperation mit dem Instituto Cervantes Bremen und der spanischen Botschaft Berlin.
Nothing is real?
Wie erscheint uns die Welt? In wie vielen Räumen und Dimensionen nehmen wir sie wahr? Die Pianistin Claudia Janet Birkholz spielt in ihrem Klavierkonzert mit den fiktiven und realen Landschaften, die uns hier und jetzt im Konzertsaal umgeben. Gepaart mit den Bildern des Videokünstlers Erik Wälz und den Gedanken von Malte Oppermann, der als junge und spannende Entdeckung der Gegenwart gilt, ist dieses Konzert ein Erlebnis, das Kopf und Herz gleichermaßen herausfordert. Oppermann stellt dabei die Fragen, die wir uns alle beschäftigen: Was ist real? Und was, wenn alles nur eine Illusion ist?
Claudia Janet Birkholz, Klavier, Erik Wälz, Videoprojektion, Malte Oppermann, Worte, Werke Jésus Torres »Semejante a la noche« (2013), Alvin Lucier »Nothing is real« (»Strawberry Fields Forever«) 1990, Xiaosheng Zhao »Tai Chi« (1987), Georg Friedrich Haas »Ein Schattenspiel für Klavier und Live Elektronik« (2004), mit Werken von Jésus Torres, Alvien Lucier, Xiaosheng Zhao und Georg Friedrich Haas.
Mittwoch, 28. Mai 2025, 19.30 Uhr, Theater am Leibnizplatz, Eröffnungskonzerte Realtime 2025 – Internationales Festival für Neue Musik Bremen, Eröffnungskonzert I »Só un Solo« 19 Uhr, Eröffnungskonzert II »Nothing is real?« 20.30 Uhr
»Satzwende«: Lesung und Gespräch mit Lucy Fricke
Eine Lesereihe von Literaturhaus, Literaturkontor und »bremer shakespeare company«.
In der »Satzwende« Reihe liest Lucy Fricke aus ihrem #Roman »Das Fest« und präsentiert ihre für das digitale Literaturmagazin verfasste Kolumne zum Monatsthema #Zusammensein. Die 90 minütige Veranstaltung wird von Jens Laloire vom #Literaturhaus moderiert.
Lucy Frickes Roman »Das Fest« ist ein #Buch aus der Mitte des Lebens. Im Mittelpunkt ihrer mit melancholischer Leichtigkeit erdachten Geschichte steht der einst gefeierte Filmregisseur Jakob, der an seinem 50. Geburtstag verkündet, dass es nicht zu feiern gebe. Midlife Crisis statt #Mega #Party. Doch seine beste Freundin schickt Jakob auf eine Reise in die Vergangenheit und wie von Zauberhand geführt begegnen ihm die Menschen seines Lebens, die er an die Zeit verloren glaubte. Lucy Fricke erzählt von Verlusten, vom Verzeihen und von Freundschaften, ohne die wir nicht wären, wer wir sind.
Lucy Fricke wurde 1974 in Hamburg geboren, hat am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studiert, lange Jahre beim Film gearbeitet und Romane und Erzählungen veröffentlicht. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Ihr Buch »Töchter« erhielt 2018 den Bayerischen Buchpreis, wurde in acht Sprachen übersetzt und fürs Kino verfilmt. Seit 2010 veranstaltet Lucy Fricke »Ham.Lit«, das erste Hamburger Festival für junge #Literatur und Musik. Sie lebt in Berlin.
Dienstag, 20. Mai 2025, 19 Uhr, #Falstaff
Bremer Shakespeare Company
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