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Foto: Christian Schröter, CC BY SA

NOW Kommentar: der Guetersloher Weihnachtsmarkt als Symptom des eklektischen Zerfalls

#NOW #Kommentar: der #Gütersloher #Weihnachtsmarkt als Symptom des eklektischen Zerfalls

#Gütersloh, 29. November 2025

Es ist ein bemerkenswerter Moment, wenn sogar die »Glocke« – ein Blatt, das traditionell sehr vorsichtig über die Stadt berichtet – plötzlich die Worte »Vollkatastrophe« und »schwer in die Hose gegangen« druckt. Das ist nicht irgendein launiger Einstieg zum Advent. Das ist ein Alarmsignal.

Der #Gütersloher #Weihnachtsmarkt ist kein Einzelfall, sondern ein kommunikatives #Muster. Wieder erleben wir Entscheidungen, die nicht mit den Menschen gedacht sind, sondern mit internen Ablauflogiken. #Wochenmarkt und Weihnachtsmarkt werden zusammengeworfen, als seien sie beliebig austauschbare Module. #Kinderangebote verschwinden. Stände werden weniger. Und der Verwaltungslogik zufolge soll das »schon irgendwie funktionieren«. Tut es aber nicht.

Wenn man auf einen Weihnachtsmarkt geht, erwartet man bestenfalls dezente #Weihnachtsmusik. Stattdessen am Abend des 28. November 2025: sehr lautes #Hip #Hop #Geballere, dazu tanzten #Kinder Hip Hop auf der Bühne. Das kam bei den Besuchern, vor allem Kindern und Jugendlichen, gut an. Freilich hat es nichts mit Weihnachten zu tun. Ebensowenig wie die pseudopräventive #Verbarrikadierung mit Wassertanks und Betonklötzen. Ebenso zeigen sich die #Verantwortlichen schon lange zunehmend, mittlerweile absolut #beratungsresistent.

Hauptkritikpunkt ist das fehlende #Kinderkarussell, das wegen angeblichen Platzmangels nicht mehr habe aufgebaut werden können. Natürlich. Wahrscheinlich ist das #Karstadt #Gebäude auf dem »#Fließsand« unter dem #Berliner #Platz (#HVP) seit dem vergangenen Jahr einen Meter nach rechts gewandert. Und oder das #Wasserband ist einen Meter nach links gewandert.

Leere Plätze, fehlende Atmosphäre und irritierte Besucher – das ist kein #Wetterproblem. Das ist ein Konzeptproblem. Und die Bevölkerung merkt es längst. Die »Glocke« dokumentiert es diesmal nur.

Der vielleicht deutlichste Satz stammt von einem älteren Gütersloher, der laut Bericht sagt, »Viele fahren inzwischen nach #Bielefeld.« Harmlos formuliert, aber politisch brisant: Wenn Bürger ausweichen, dann hat eine Stadt ihren öffentlichen Raum verloren.

Das ist der Punkt: Der Weihnachtsmarkt zeigt im Kleinen, was #Gütersloh im Großen erlebt – #Konzeptlosigkeit, fehlende #Kommunikation, keine klare Vision. Vorbei die Zeiten, in denen ein Günter Schnakenwinkel den Weihnachtsmarkt praktisch im Alleingang organisierte und immerhin Anstand an den Tag legte. Zur Eröffnung wurde die Presse eingeladen, es gab einen Rundgang, und dann holte Günter erstmal eine Ladung #Bratwurst und #Getränke.

Und wer seit Jahren darauf hinweist, dass hier Strukturen bröckeln, der »bildet sich nichts ein«. Im Gegenteil: »Die Glocke« bestätigt es jetzt »amtlich«.

Das sagt die Presse

»Die Glocke« berichtet, dass der Gütersloher Weihnachtsmarkt bereits am ersten Tag krachend enttäuscht hat. Das neue Konzept wirke unausgereift und stieße bei vielen Besucher und Standbetreibenden auf massive Kritik.

Mehrere Menschen äußern laut #Zeitung folgende Punkte: Der Markt sei atmosphärisch tot, weil das #Kinderkarussell ersatzlos verschwunden ist. Die Integration des Wochenmarkts wirke fremd und unpassend, mitten in der Weihnachtsmarktstruktur. Ein großer, leerer Platz müsse freigehalten werden – angeblich für einen einzigen Stand am Samstag – und sorge dadurch für eine »leere«, »stille« Gesamtwirkung. Die Zahl der Stände sei weiter gesunken.

Einige Besucher sagen laut »Glocke«, dass immer mehr Gütersloher lieber nach Bielefeld fahren, weil es dort »mehr zu sehen« gebe.

Kurz: Der Bericht zeichnet ein Bild von einem Weihnachtsmarkt, der zugleich ausgedünnt, atmosphärisch schwach und konzeptionell verwirrend ist.

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